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31.08.2010
     (28.08.-26.09.2010)
 
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Kleine Führung durch unsere Pfarrkirche

Unsere Kirche (Kirchgasse 1 am Marktplatz) ist die einzige Kirche der Pfalz aus dieser Zeit, die die Zeiten in ihrer Bausubstanz weitgehend unzerstört überdauert hat. Sie hat sogar noch einige Ausstattungsstücke aus ihrer Erbauungszeit.

Zunächst ein paar Daten:

Erbaut 1462 –1480
Barocker Umbau 1732
Neugotische Ausstattung 1870
Altarraumgestaltung 1987

Sie betreten den Kirchenraum durch die offene Turmhalle im Westen der Kirche. Im Innern umfängt Sie zunächst das mystische Halbdunkel einer gotischen Kirche. Sie sehen die farbigen Fenster und die Säulen, die den hohen Obergaden tragen.

Wenn Sie sich nach rechts wenden kommen Sie am barocken Taufbecken vorbei.

Bild der Muttergottes im Fenster über dem Seiteneingang Die Fenster im Kirchenschiff (aus dem Jahr 1893) stellen die acht Seligpreisungen der Bergpredigt dar, exemplarisch dargestellt durch je einen Heiligen.

Über dem südlichen Seitenportal sehen Sie im Fenster die Darstellungen der hl. Dorothea und einer unbekannten Heiligen. Sie stammen aus der Erbauungszeit der Kirche.

Im südlichen Seitenaltar von 1870 befindet sich eine sitzende Figur der hl. Mutter Anna aus der Zeit um 1500.

Den Chorraum bestimmt das mächtige (3 x 2 m große) „Deidesheimer Kreuz“ aus dem Jahr 1510

Das mittlere Chorfenster ist aus unserer Zeit (1987), geschaffen von dem Künstler Valentin Feuerstein und zeigt das letzte Abendmahl und Hinweise des Alten Testamentes auf die Hl. Eucharistie.

Den darunter stehenden Tabernakel, den Altar und das Ambo schuf der Künstler Frido Lehr aus Karlsruhe (1984)

In das Chorgestühl wurden auch einzelne Teile aus der Zeit vor 1500 eingearbeitet. Die darauf stehenden Figuren stammen aus der Barockzeit, die Gemälde darüber meist aus dem 18. oder 19. Jhdt.

Am Chorbogen stehen rechts die Figur des Kirchenpatrons, des hl. Ulrich (gestiftet 1940) und links die sog. Feis’sche Madonna (um 1800), die der Kirche von den jüdischen Familie Feis 1928 gestiftet wurde.

Im nördlichen Seitenaltar befindet sich in der Mitte ein auferstandener Heiland aus der Zeit um 1480, links davon der hl. Wolfgang (1480) und rechts der Weinpatron St.Urban (um 1880).

Über dem nördlichen Seitenportal befinden sich die ältesten erhaltenen Glasfenster der Pfalz (vor 1480): Maria im Strahlenkranz (links) - die hl. Katharina und die hl.Barbara (rechts). Auch der daneben an der Wand befindliche Figur des hl. Jakobus stammt aus dieser Zeit.

Die Orgel im neugotischen Gehäuse stammt aus dem Jahr 1995 und hat 25 Register mit 2 Manualen.

Das Äußere

Pfarrkirche St. Ulrich Wenn Sie aus der Kirche gehen und sich nach links wenden, sehen Sie das Beinhaus aus dem Ende des 15. Jhdts. Das einzige erhaltene seiner Art in der Pfalz. Darin aufbewahrt werden Überreste des abgebrochenen Lettners der Kirche.

Am zweiten südl. Strebepfeiler der Kirche sieht man eine spätgotische Sonnenuhr.

Zwischen Kirche und Beinhaus steht das Friedhofkreuz aus dem Jahr 1554. Bis ins 18. Jhdt. war das Gelände um die Kirche der Friedhof der Stadt

An der Ostseite des südl. Seitenschiffs ist die ehem. Ölbergkapelle, eine Stiftung der Bäckerzunft, wie das Wappen zeigt (Ofenschieber, Brezel und Spitzweck)

Vor dem Ostchor der Kirche, dem Marktplatz zu steht eine Madonna aus dem 18. Jhdt. Auf ihren Sockel steht jedoch die Jahreszahl 1618. Sie stand ursprünglich in einem inzw. abgebrochenen Stadttor.

Im Turm (62,70 m hoch) der Pfarrkirche hängt ein Geläute mit 6 Glocken, das zusammen das typisch mittelalterliche Cis-Moll-Motiv ergibt.

Die größte der Glocken ist die St. Urbansglocke mit einem Gewicht von 1700 kg und dem Schlagton cis’.
2) St.Ulrichsglocke 1260 kg, dis’
3) Christkönigsglocke 1000 kg, e’
4) St.Michaelsglocke, 700 kg, fis’
5) St.Johannesglocke, 525 kg, gis’
6) Marienglocke 300 kg, h’

 

 
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